Stopover in Doha – Was sollte man während der Zeit gesehen haben?

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Bevor es mit dem Qatar Airways Erstflug nach Da Nang in Vietnam ging, hatte ich die Gelegenheit zu einem Stopover in Doha. Bei den letzten Flügen mit Qatar Airways hatte ich immer nur einen Zwischenstop, der zu einem Besuch der exklusiven Flughafenlounges und der großen Shopping-Mall reichte. Dabei bietet die Qatar Airways in Zusammenarbeit mit der lokalen Tourismus Organisation eine Unterbrechung des Fluges an.

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Stopover in Doha – was sollte man beachten?

Voraussetzung für einen Stopover in Doha ist ein Gabelflug mit Qatar Airways und einer Transitdauer von mindestens 12 Stunden bis zu 4 Tagen. Bei der Einreise erhält der Gast ein kostenloses Transitvisum für die Dauer seines Aufenthaltes. Zudem wurde bereits im Jahre 2017 die visafreie Einreise für Personen aus über 80 Ländern eingeführt.

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Als deutscher Tourist, kann man mit einem mindestens 6 Monate gültigen Reisepass, problemlos in Qatar einreisen. (ohne Gewähr – bitte jeweils aktuelle Bedingungen nachschauen)

Zudem bietet das +Qatar-Programm kostengünstige Hotelzimmer in der Stadt an. Wer seinen Flug online mit den Voraussetzungen für einen Stopover gebucht hat, hat dann die Möglichkeit, das für sich passende Hotelzimmer in Doha zu buchen.

Das +Qatar-Programm läuft aktuell noch bis zum 31. Dezember 2019. (Die Reisen müssen bis zum 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein).

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Stopover in Doha

Ich hatte für meinen dreitägigen Stopover in Doha das Marriott Hotel zwischen dem Flughafen und der Innenstadt gewählt, sodass ich schnell die Sehenswürdigkeiten der Stadt und auch den Flughafen erreichen konnte.

Von München aus hatte ich den Qatar Airways Flug QR60 gewählt. Die Einreiseformalitäten waren sehr schnell und problemlos erledigt und so ging es mit dem Taxi zum Hotel. Nach circa 15 Minuten Fahrzeit erreichte ich das Marriott-Hotel und wurde dort von den sehr freundlichen Mitarbeitern in Empfang genommen und in die großzügige mit vielen gemütlichen Sitzgruppen ausgestattete Lobby geführt.

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Der Check-in war Dank der sehr kompetenten Mitarbeiter schnell erledigt und ich erreichte mein Zimmer in sehr kurzer Zeit. Das Zimmer war sehr geräumig und gemütlich eingerichtet, sodass ich mich sofort wohl fühlte. Der Blick vom Balkon bot eine traumhafte Aussicht über die Bucht und die wunderschöne Skyline von Doha.

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Am nächsten Morgen machte ich mich nach einem gutem und ausgiebigem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Der erste Weg führte mich zur Promenade und zum Museum für Islamische Kunst.

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Was sollte man in Doha gesehen haben?

Vor meinen Kurztrip nach Doha hatte ich einiges gelesen und bereits festgelegt, was ich mir auf jeden Fall ansehen wollte.

  • Das Museum für Islamische Kunst
  • Das Nationalmuseum
  • The Pearl
  • Der Souq Waqif
  • Die Corniche

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Das Museum für Islamische Kunst in Doha

Das Museum wurde auf einer künstlich angelegten Halbinsel von dem chinesisch-amerikanischen Star-Architekten Ieoh Ming Pei entworfen. I. M. Pei entwarf auch die Glaspyramiden vor dem Louvre in Paris. Das Museum in Doha gilt als sein letztes Meisterwerk, da I. M. Pei bei der Eröffnung bereits 91 Jahre alt war. Die Innenräume wurden von dem bekannten Innenarchitekten Jean-Michel Wilmotte entworfen, mit dem I. M. Pei bereits am Louvre zusammengearbeitet hatte.

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Über eine lange Auffahrt erreicht man das aus hellem Sandstein gebaute Gebäude, dass mittig im Park, auf der künstlich angelegten Halbinsel steht. Beim Eintreten in das Museum ist man bereits sehr beeindruckt von der großzügig angelegte Halle mit ihrer 45 Meter hohen Glasfront und der mittig angelegten Freitreppe. Die Glasfront bietet einen fantastischen Ausblick über die Bucht von Doha.

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Über fünf Etagen verteilt sind in dem Museum Keramiken, Textilien, Waffen, Schriftstücke und vieles mehr ausgestellt. Mehr als 14 Jahrhunderte islamischer Kunst sind in dem Museum zu bewundern. Viele dieser Kunstgegenstände stammen aus der umfangreichen Kunstsammlung der Emire von Qatar.

Eröffnet wurde das Museum für Islamische Kunst vom Emir von Qatar im November 2008.

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Das Nationalmuseum in Doha

Das neue Nationalmuseum in Doha soll nach Verzögerungen nun Ende März 2019 eröffnet werden. Es liegt neben dem bereits bestehenden Nationalmuseum gegenüber der Promenade an der Corniche und wurde von dem bekannten französischem Architekten Jean Nouvel entworfen.

Das in einem 115.000 Quadratmeter großen Park gelegene Museum bietet rein äußerlich gesehen bereits einen fantastischen Anblick. Große ineinandergreifende Scheiben sorgen für genügend Hohlräume, sodass die Besucher vor der große Hitze geschützt sind.

Zukünftig werden die Besucher durch Galerien geführt, die das Leben, die Geschichte und die Kultur am Persischen Golf erzählen. Mehr als 8.000 Exponate werden im neuen Museum zu sehen sein.

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Die künstlich angelegte Insel „The Pearl“

The Pearl ist eine künstlich angelegte Insel circa 330 Meter vor der Ostküste von Doha und umfaßt etwa 400 Hektar. Den Namen, The Pearl, verdankt die Insel einem der letzten Perlen-Tauchplätze vor der Küste.

Auf der Insel befinden sich Luxuswohnungen, exklusive Hotels und Restaurants, eine Shoppingmall, Yachthafen, aber auch Schulen, Kindergärten und Moscheen die das tägliche Leben auf der Insel ermöglichen.

Die Insel „The Pearl“ ist mit dem Boot oder über eine Brücke zu erreichen.

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Der Souq Waqif in Doha

Der am südlichen Ende der Corniche liegende Souq Waqif ist mit seinen mehr als 100 Jahren wohl einer der ältesten und bekanntesten Souq in Doha. Früher war der Markt ein Treffpunkt der Beduinen und Einheimischen um Waren zu kaufen und zu verkaufen. Der Souq Waqif verlor in den 1990er Jahren seine Anziehungskraft und die Geschäfte wurden immer rückläufiger.

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Bei einem Großbrand 2003 wurde der größte Teil des Souq Waqif zerstört. Um dieses historische Viertel zu erhalten erstellte die Regierung 2006 ein Restaurierungsprogramm.

Alte Gebäude wurden restauriert und die nach 1950 gebauten Gebäude wurden abgerissen. Das Programm dauerte zwei Jahre und der Souq Waqif war wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

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Seit der Neueröffnung bieten wieder die Händler in einem Gewirr von engen Gassen die unterschiedlichsten Waren an. Bei einem Bummel durch die Geschäfte findet man Gewürze, Kleidung, Kunsthandwerk, Souvenirs und alles was man so im täglichen Leben gebrauchen kann.

Von den vielen Lokalen und Restaurants im Souq Waqif strömt einladend der Duft von Kaffee und den zubereiteten Speisen durch die Gassen. Zudem werden in den Abendstunden in der „Open-Air-Area“ kulturelle und unterhaltsame Veranstaltungen angeboten.

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Die Corniche in Doha

Die Corniche ist die sieben Kilometer lange Hauptstraße, die das Geschäftsviertel von Doha mit dem Süden und dem Flughafen verbindet. Mit dem Bauboom in den 1970er und 1980er Jahren wurde der Bau der Straße erforderlich. An der Corniche befindet sich auch der Palast des Emirs, sowie das neue Nationalmuseum und das Islamische Museum.

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Parallel zur Corniche verläuft direkt am Wasser entlang die Promenade, die durch Palmen und große Blumenbeete von der Straße getrennt ist. In den Morgen- und Abendstunden sieht man viele Jogger, die hier ihre Runden drehen.

Schön angelegte Parks, Luxushotels und Restaurants befinden sich entlang der Corniche. Außerdem sind hier die Anlegestellen der Daus, den für den Indischen Ozean und den arabischen Gewässern typischen Holzbooten. Eine Fahrt mit einer Dau bietet einen besonders schönen Ausblick auf die Bucht und Doha.

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Stopover in Doha – mein Fazit

Mit dem Angebot eines Stopover in Doha hat die Qatar Airways und die lokale Tourismus-Organisation eine sehr schöne Möglichkeit geschaffen, die Stadt auf der „Durchreise“ für ein paar Tage kennenzulernen. Zudem wird die Zeitverschiebung nach Asien oder Australien etwas aufgeteilt. Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Qatar beträgt +2 Stunden.

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Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich von diesem Angebot gebrauch gemacht und die Stadt ein wenig erkundet habe. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass drei Tage in Doha recht kurz sind und man nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen kann.

Das bestärkt mich aber darin, dass ich auf jeden Fall noch einmal nach Doha kommen werde, um mir Doha und auch die nähere Umgebung nochmals richtig ansehen zu können.

Wenn ich auf meinen nächsten Flügen mit Qatar Airways erneut die Möglichkeit zu einem Stopover in Doha bekomme, würde ich sofort wieder davon gebrauch machen. So hoffe ich natürlich, dass das Stopover-Programm über den 31. Dezember 2019 verlängert wird.