Chur – Hauptstadt von Graubünden – meine ersten Eindrücke

Chur, die Kantonshauptstadt von Graubünden, war das Ziel meiner Reise und es war wieder eine mir völlig unbekannte Region. Ich habe zwar schon Bern und Interlaken besucht und war auf dem Jungfraujoch, das ist auch alles, was ich bisher von der Schweiz gesehen habe. Während meiner Anreise überlegte ich, was Chur mir so alles zu bieten hat und ob meine Erwartungen wohl erfüllt werden würden.

Von München aus dauert die Fahrt circa fünf Stunden. Für mich ging es diesmal mit dem Postbus bis Zürich und das letzte Stück dann bis Chur mit der Schweizer Regionalbahn. Es war eine sehr entspannte Fahrt, bei der ich bereits die schöne Gegend genießen konnte.

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Mein Hotel, in der sehr schönen Altstadt gelegen, war nur etwa zehn Minuten fußläufig vom Bahnhof entfernt. Überhaupt ist das Zentrum gut zu Fuß zu erkunden und hat viele schöne und alte Gebäude, die auf die lange Geschichte von Chur hinweisen.

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Die Geschichte von Chur

Die Stadt Chur liegt auf einer Höhe von 554 Metern, bei einer Fläche von etwa 28 Quadratkilometern und hat circa 37.000 Einwohner.

An Hand von Ausgrabungsfunden ist bewiesen, dass Chur bereits etwa um 3.000 v. Chr. besiedelt war. Damit weist Chur die längste ununterbrochene Siedlungsgeschichte als Schweizer Stadt auf.

Bereits im 13. Jahrhundert hatte Chur mehr als 1.000 Einwohner, die ihren Lebensunterhalt als Bauern, Handwerker oder Händler verdienten. Zu dieser Zeit wurde zur Sicherung der Siedlung eine Stadtmauer gebaut. Stadttore und Teile der guterhaltenen Stadtmauer sind heute noch am Rande der Altstadt zu sehen.

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Durch einen Brand im 15. Jahrhundert wurde ein großer Teil der Stadt zerstört. Für den Wiederaufbau wurden Handwerker aus Deutschland geholt, die nach dem vollendetem Wiederaufbau in der Stadt blieben und somit die deutsche Sprache nach Chur brachten.

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Um ihre Interessen besser wahrnehmen zu können wurden die fünf Zünfte gegründet. Zunftmitglieder konnten nur Bürger der Stadt werden. Die Zunftordnung regelte die Arbeits-, Lehrlings- und Gesellenzeit und noch weitere für die Betriebe wichtige Angelegenheiten.

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Um sich vollständig von der Kirche und dem Bischof zu lösen schloss sich Chur der Reformation an. In der Martinskirche sowie in der Regualkirche wurden 1527 die katholischen Messen abgeschafft und erstmals das evangelische Abendmahl gefeiert. Chur blieb aber weiterhin Sitz des katholischen Bischofs.

Die Stadt hat als eine von zehn Schweizer Orten, im Jahre 2017, das vom Evangelischen Kirchenbund verliehene Etikett „Reformationsstadt“ erhalten.

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Graubünden trat 1803 der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei und Chur wurde mit der in Kraft getretenen Kantonsfassung 1820 die offizielle Kantonshauptstadt.

Dieses ist nur einiges, dass ich bei meinem Stadtrundgang mit Peter Laube, einem der kompetenten Stadtführer von Chur, an diesem Nachmittag erfahren habe.

Für den Abend stand eine Fahrt mit dem Genussexpress der Rhätischen Bahn auf dem Programm. An diesem besonderen Ort sollte mir heute mein Abendessen serviert werden.

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Die Rhätische Bahn – der Genussexpress

Die Rhätische Bahn wurde 1888 als Schmalspurbahn gegründet und verfügt über ein Streckennetz von 384 Kilometern. Die erste Strecke führte von Landquart nach Davos.

Der Genussexpress fährt immer Freitags um 19.00 Uhr ab Bahnhof Chur. Für eine Fahrt im Genussexpress ist eine Anmeldung erforderlich und die Mindestteilnehmerzahl sind 16 Personen.

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Die Fahrt geht von Chur nach Arosa. Diese Strecke wurde 1914 in Betrieb genommen um den Kurort Arosa touristisch zu erschließen. Angehängt an den regulären Zug nach Arosa wird ein aus dem Jahre 1929 stammender Speisewagen, sowie der Küchenwagen.

Zum besseren Kennenlernen wird vor der Abfahrt am Bahnhof Chur der Aperitif in Form von Champagner und frisch zubereitetem Bruschetta gereicht.

Im Speisewagen sind die Tische mit feinem Porzellan, Gläser und Tafelsilber einladend gedeckt. Gereicht wird auf der Fahrt ein frisch zubereitetes drei Gänge Menü.

Ein Blick auf das Menü:

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Griechischer Salat mit Feta Käse

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Mit Bündner Fleisch gefüllte Kalbsschnitzel mit Malanser Rotweinjus

in Butter geschwenkte Schupfnudeln und gelbe Bohnen mit Speck

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Warmer Schokoladenkuchen mit flüssigem

Schokoladenherz und Schlagrahm

Gemütlich bei Kerzenlicht kann man sein Essen genießen, aus dem Fenster des Speisewagens schauen und die Landschaft ganz einfach genießen. Nach einer guten Stunde ist der Zug in Arosa. Hier ist ein Aufenthalt von etwa einer Stunde eingeplant. So kann man bei einem Spaziergang Arosa und den Obersee ein wenig kennenlernen.

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Auf der Rückfahrt nach Chur wird das Dessert serviert, sodass man auf der Fahrt sein Dessert und die umliegenden Berge ganz einfach genießen kann. Etwa um 22.00 Uhr fährt der Zug wieder im Bahnhof ein.

Es war schon ein ganz besonderes Erlebnis, die Fahrt sowie das Abendessen im Genussexpress.

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Und schon war der erste meiner Tage vorbei und der nächste Tag sollte mit einer kulinarischen Stadtführung beginnen. Was ich in den nächsten Tagen noch in und um Chur gesehen und erlebt habe, erzähle ich euch im meinem nächsten Bericht.

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