Jungfraujoch – Top of Europe – meine Faszination

Vom Bahnhof Interlaken Ost nach Lauterbrunnen fährt die Bahn zum Jungfraujoch im 30 Minuten Takt, die Zugfahrt dauert ebenfalls nur 30 Minuten. In Lauterbrunnen heißt es umsteigen und nun geht es weiter aufwärts über Wengen zur Station Kleine Scheidegg. Von der Station Kleine Scheidegg mit der Zahnradbahn vorbei an der Eigerstation bis zur Endstation Jungferjoch. Die ganze Fahrt dauert rund 2 Stunden und 30 Minuten.

Jungfraujoch - Top of Europe, meine Faszination

Das Jungfraujoch ist mit 3.466 Metern über dem Meeresspiegel der tiefste Punkt im Verbindungsgrad zwischen dem Mönch und der Jungfrau in den Berner Alpen. Einige 4.000er befinden sich in den Berner Alpen. Im Nordosten der Mönch mit 4.107 Metern, der Eiger mit 3.970 Metern und im Südwesten die Jungfrau mit 4.158 Metern. Etwa 600 Meter östlich des Jochs befindet sich die Sphinx mit einer Höhe von 3.571 Metern. Auf ihrer Aussichtsplattform befindet sich das Sphinx-Observatorium. Hier ist auch die Endstation der Jungfraubahn auf 3.454 Metern.

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Historisches über die Station Jungfraujoch

Die Jungfraubahn fährt bereits seit dem Jahre 1912. Von Grindelwald und Lauterbrunnen erreicht man mit der Wengenalpbahn die Station Kleine Scheidegg. Das ist die „Talstation“ der Jungfraubahn und liegt auf 2.061 Metern. Von hier aus geht es noch einmal über gut 9 Kilometern durch den Tunnel mit der Zahnradbahn zum Jungfraujoch. Die Bahn hält unterwegs an 3 Aussichtspunkten. An diesen Stationen hat man schon einmal einen Blick auf das fantastische Bergpanorama

  • Eigergletscher 2.320 Meter
  • Eigerwand 2.864 Meter
  • Eismeer 3.158 Meter
  • bevor das Jungfraujoch erreicht wird.

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Wasser- und Energieversorgung

In früheren Jahren musste das Wasser mit Zisternenwagen von der Kleine Scheidegg hochgebracht werden. Mittlerweile  läuft die Wasser- und auch die Abwasserversorgung über eine Pipeline.

Die intensive Sonnenstrahlung bietet sich zur Energienutzung an. Die tagsüber einfallende Wärme wird für die Nacht gespeichert. Auch alle anderen Wärmequellen wie die der anwesenden Personen, der Lampen, der Elektrogeräte werden in die Regulierung einbezogen. Selbst wenn die Sonne nicht scheint, kann auf Heizungen verzichtet werden. Nur nachts wird elektrische Wärme zugeführt, sodass die Raumtemperatur nicht unter 18 Grad sinkt.

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Das Sphinx-Observatorium

Der Gründer der Bahn Adolf Guyer Zeller plante bereits vor dem Bau der Jungfraubahn eine meteorologische Forschungsstation. Bereits 1931 wurden die Laboratorien für 13 Forscher eingeweiht. 1950 wurde dem Observatorium die Kuppel für astronomische Beobachtungen aufgesetzt und seitdem immer wieder auf den neuesten Stand der Wissenschaft angepasst. Das Observatorium ist mit einem rund 111 Meter langen Lift erschlossen und ist damit die schnellste Liftanlage der Schweiz. Das Sphinx-Observatorium wurde 1993 für die Besucher renoviert. Eine verglaste Aussichtshalle und eine rund um das Gebäude  führende Terrasse bieten den Besuchern einen fantastische Ausblick auf die Berge.

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Eispalast

In den 30er Jahren begannen zwei Bergführer eine gewaltige Halle aus dem Gletschereis zu schneiden. Mit Eispickel und Säge entstand in Handarbeit ein 1.000 Quadratmeter großes Eislabyrinth. Das Werk, das 1934 begann wurde nie fertiggestellt.

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Durch das hohe Besucheraufkommen muss mittlerweile die Grotte künstlich auf 3 Grad minus gekühlt werden. Die Decken und Gewölbe müssen regelmäßig nachgehauen werden.

Der Eispalast bekam 1992 einen neuen Zugang und ist seit 2002 durch den ICE-Gateway erreichbar.

Restaurants und Souvenirs

Bereits mit der Inbetriebnahme der Jungfraubahn eröffnete das „Touristenhaus“ seine Pforten und war somit das höchste Restaurant Europas. Das Berghaus mit einem Giebeldach wurde in die Felswand gesetzt und wurde als „Das Haus über den Wolken“ bekannt. Im Erdgeschoss befand sich eine große Wartehalle die zur damaligen Zeit schon einen geheizten Fußboden hatte. Einer kleiner Einkaufsshop sowie eine Bahn- und Poststelle waren vorhanden.

Als etwas ganz besonderes galten die Walliserstuben mit ihren 18 gemütlichen Schlafzimmern. Sie waren mit hübschen typischen Möbeln eingerichtet und boten einen herrlichem Ausblick über die Berge. Im Jahre 1972 wütete ein großes Feuer im Berghaus, sodass es fast völlig zerstört wurde. Lediglich die Forschungsstation, das Bahnbüro und die rückwertige Gleisanlage konnten vor dem Feuer geschützt werden. 1987 wurde dann das „Top of Europe“ eingeweiht. In diesem Gebäude befinden sich das Restaurant „Crystal“, das sie mit feinen Gerichten aus der Schweizer Küche verwöhnt.

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Das Restaurant „Aletsch“ ist ein Selbstbedienungsrestaurant, welches schweizerische und auch internationale Gerichte anbietet.

Als drittes Restaurant gibt es noch das „Bollywood“ Restaurant, welches nicht nur für indische Gäste ein Erlebnis ist, nein auch für alle die gerne mal eine exotische Abwechslung auf ihrem Teller mögen.

Jungfraujoch - Top of Europe, meine FaszinationAuf dem Top of Europe befindet sich außerdem ein Verkaufsshop der Firma Lindt, die hier ihre sehr gute Schokolade anbietet. Ein großer Souvenirshop indem man all die Andenken und Postkarten als Erinnerung an diesen besonderen Ort erstehen kann.

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Leider waren am Anfang zu viele Wolken am Himmel. Die Temperatur lag bei etwa 12 Grad minus und es war recht windig. Der Wind blies den Schnee ins Gesicht aber ich war nur fasziniert von diesem schönen Ausblick.

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Wie es in den Bergen üblich ist, verziehen sich die Wolken sehr schnell. Von einer Minute zur nächsten verzogen sich die Wolken und die Aussicht war einmalig. Die Kamera stand nicht still. Ein Foto nach dem anderen wurde gemacht. Jeder Ausblick war schöner als der vorherige. Man bekam kein Ende. Meine Hände waren eisig. Ich konnte kaum noch die Finger bewegen, aber noch ein Foto musste gemacht werden.

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Leider verflog die Zeit viel zu schnell und wir mussten uns auf den Rückweg machen. Diese Fahrt machten wir über die Bahnstation in Grindelwald, sodass wir auch noch einmal das Panorama der anderen Seite der Schweizer Bergwelt genießen konnten.

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Dieser Ausflug auf dem Jungfraujoch war wieder einmal ein Ausflug den ich wohl niemals wieder vergessen werde. Er gehörte auch den Dingen die ich einmal in meinem Leben sehen wollte. Diese Eindrücke werden mich wohl für den Rest meines Lebens begleiten.

Solltet ihr einmal die Chance zu einem Trip auf das Jungfraujoch oder auch auf einen der anderen Gletscher haben, ich kann euch nur raten, nutzt ihn. Ihr werdet es niemals bereuen.