Albert Einstein Haus – Albert Einstein Museum in Bern

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Während meiner Tage in Bern stand es für mich fest, das ich einige Museen besuchen werde. Die Stadt Bern bietet ihren Einwohnern und den Touristen eine Vielzahl an Museen. Vom Kunstmuseum, Historischen Museum, Alpinen Museum bis zum Paul Klee Zentrum. Nun liegt die Entscheidung bei einem selbst was man sich alles ansehen möchte. Um so viel wie möglich besichtigen zu können bietet die Stadt Bern eine Museum Card an. Mit dieser Museum Card wird jedem Übernachtungsgast die Möglichkeit des freien Eintritts in die Sammlungen und Sonderausstellungen der Museen der Stadt Bern geboten.

Albert Einstein Haus – Albert Einstein Museum in Bern mit der Museumscard

Der Preis für die Museum Card liegt bei CHF 28 für 24 Stunden und CHF 35 für 48 Stunden. Eine Ausgabe, die sich für jeden Kunstliebhaber und Touristen lohnt.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Der Eingang zum Albert Einstein Haus in der Kramgasse 49

Das Albert Einstein Haus liegt in der Berner Altstadt und zwar in der Kramgasse 49, gleich in der Nähe der Zeitglocke. Das Albert Einstein Museum ist im Bernischen Historischen Museum, Helvetiaplatz 5 untergebracht.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Albert Einstein Museum am Helvetiaplatz 5

Um das Albert Einstein Haus zu besuchen braucht man nicht sehr viel Zeit. Es ist recht klein und somit lassen sich die Besuche beider Ausstellungen sehr gut miteinander verbinden.

Albert Einstein, wer kennt ihn nicht. Ich habe während meiner Schulzeit sehr wenig über Einstein gelernt. Mit den Jahren wurde mein Interesse an seinem Leben und seinen Arbeiten immer größer. Vieles kann man sich anlesen, aber ein Museumsbesuch bringt die Person viel näher. Also war es für mich klar, wenn ich schon einmal in Bern bin, sollte ich mir das Haus und auch das Museum einmal in Ruhe ansehen. Mein Flug von München nach Bern mit Skywork Airlines bot dazu eine gute Gelegenheit. Mit einem Audio-Guide machte ich mich auf den Rundgang durch das Museum. Über ein gläsernes Treppenhaus betrat ich die Ausstellung.

Albert Einstein Museum, das gläserne Treppenhaus
Albert Einstein Museum, das gläserne Treppenhaus

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 als erstes Kind der jüdischen Eltern Hermann und Pauline Einstein in Ulm geboren. Die Familie siedelte kurze Zeit später nach München um, wo Albert Einstein zur Schule ging. Er war ein mittelmäßiger Schüler, der sich aber für Naturwissenschaften und Mathematik interessierte. Ohne einen Abschluss verließ er als 15-jähriger die Schule und folgte seinen Eltern nach Mailand. Um seinen Schulabschluss nachzuholen besuchte er die Kantonsschule in Aarau und begann 1895 sein Studium der Mathematik und Physik. Im Juli 1900 beendete er sein Studium mit Erfolg.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Einrichtung eines Studentenzimmers zur damaligen Zeit

Albert Einstein wohnte in den Jahren 1903 bis 1905 in der Kramgasse 49 in der 2. Etage des Hauses. Das Haus ist im Stil jener Zeit eingerichtet und vermittelt dem Besucher einen Einblick in das Leben Einsteins. Hier lebte er mit seiner 1. Frau Mileva Maric, eine Studienfreundin und sein Sohn Albert wurde 1904 hier geboren. Zu dieser Zeit war Albert Einstein beim Schweizer Patentamt beschäftigt war. Bereits 1905 veröffentlichte er einige bedeutende wissenschaftliche Arbeiten.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Sein Arbeitsplatz in der Kramgasse

Im Jahre 1909 verließ Albert Einstein Bern und erhielt eine Professur für „Theoretische Physik“ an der Universität in Zürich. Hier wurde auch sein zweiter Sohn Eduard 1910 geboren. Danach folgten Anstellungen in Prag und wieder in Zürich. Für weitere wissenschaftliche Arbeiten wurde er 1914 nach Berlin berufen. Seine Frau Milva und die Söhne begleiteten ihn, kehrten aber auf Grund „privater Differenzen“ kurze Zeit später nach Zürich zurück.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Die Wohnstube der Familie Einstein in der Kramgasse

In Berlin fand Albert Einstein Zeit und Ruhe sein großes Werk, die allgemeine Relativitätstheorie, zu Ende zu bringen. In Berlin entwickelte sich auch die romantische Beziehung zu seiner Cousine Elsa Löwenthal, die Albert Einstein nach seiner Scheidung von Mileva 1919 heiratete.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Ophtalmometer, Instrumente aus dem Physiklabor des Polytechnikums

Während der Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 bestätigten die Beobachtungen von Arthur Eddington, die vorher berechnete Lichtablenkung des Lichts eines Sterns durch das Schwerefeld der Sonne. Diese experimentelle Bestätigung der Vorhersage Einsteins machten ihn berühmt und sorgten dafür das seine Vorträge sich größter Beliebtheit erfreuten. So ging der Nobelpreis für Physik des Jahre 1921 an Albert Einstein. An ihn vergeben „für seine Dienste um die theoretische Physik, besonders für die Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts“.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern

Seine erste Reise in die USA unternahm Albert Einstein bereits im Jahr 1921. Zahlreiche Ehrendoktortitel wurden an ihn vergeben, einer von der Princeton University. Er verbrachte fortan eine Hälfte des Jahres in den USA und die andere Hälfte in Berlin.

Mit der Machtübernahme des NS-Regimes reiste Einstein noch einmal nach Europa und zwar nach Brüssel. In der Botschaft in Brüssel gab er seinen Deutschen Reisepass zurück.

Albert Einstein wurde 1933 Mitglied des Institute for Advanced Study einem kurz zuvor gegründetem privaten Forschungsinstitut in der Nähe der Princeton University.

Albert Einstein Haus und Albert Einstein Museum in Bern
Albert Einstein, so kannte ihn wohl jeder

Im Jahre 1936 starb Einsteins Ehefrau Elsa. Seine Schwester Maja reiste 1939 in die USA und wohnte bis zu ihrem Tod 1951 bei Einstein.

Am 1. Oktober 1940 erhielt Albert Einstein die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Seine schweizerische Staatsbürgerschaft behielt er Zeit seines Lebens.

Seine Haltung zu Deutschland hat sich bis zu seinem Tod nicht geändert. Er konnte die Beteiligung am Massenmord der Juden nicht verzeihen. Trotz seiner Gebrechen kurz vor seinem Tod fand er die nötige Kraft um für seine Vision des Weltfriedens einzutreten. Er unterzeichnete am 11. April 1955 mit zehn weiteren namhaften Wissenschaftlern das sogenannte Russell-Einstein-Manifest.

Schweiz - Rundreise - Bern und Interlaken mit SkyWork Airlines - Jungfraujoch - Münster und Einstein-Museum - Reiseblogger und Reiseblog in Deutschland und Europa unterwegsAm Nachmittag des selben Tages brach Albert Einstein zusammen und wurde zwei Tage später in das Princeton Hospital gebracht. Hier verstarb Albert Einstein am 18. April 1955.

Ich habe an diesem Tag vieles über Albert Einstein gelernt. Ich glaube nicht, dass ich jetzt mehr über die Physik gelernt habe, aber viele interessante Dinge über den Menschen Albert Einstein.