Start Reisen & Reiseblog Reiseberichte Europa Swarovski Kristallwelten – was sollte man gesehen haben?
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Swarovski Kristallwelten – was sollte man gesehen haben?

Seit einigen Tagen war ich in Hall und hatte schon einiges gesehen. Ich habe die Altstadt sowie die nähere Umgebung in dieser Zeit erkundet. Außerdem war ich in der Burg Hasegg, in der das Museum der Münze beheimatet ist und habe meine eigene Münze geprägt. Heute ging es in die Swarovski Kristallwelten nach Wattens.

Die Swarovski Kristallwelten liegen direkt neben dem Hauptsitz des Unternehmens in Wattens. Die Gemeinde Wattens liegt circa acht Kilometer von Hall entfernt und ist eine der elf Gemeinden, die die Region Hall-Wattens bilden.

Die Swarovski Kristallwelten

Die Swarovski Kristallwelten wurden anläßlich des 100-jährigen Firmenjubiläums im Jahre 1995 eröffnet. In Zusammenarbeit mit dem Künstler André Heller sind die Kristallwelten entstanden. Im Jahre 2015 zum 120-jährigen Jubiläum wurden die Kristallwelten um den über sieben Hektar großen Park erweitert und gleichzeitig fünf der Schatzkammern komplett neu gestaltet. Für die Gestaltung des Parks wurden viele bekannte Künstler und renommierte Architekten engagiert.

Im Laufe der Jahre haben bereits über dreizehn Millionen Menschen die Schatzkammer des Riesen besucht.

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Geöffnet sind die Swarovski Kristallwelten

  • Täglich von 08.30 Uhr bis 19.30 Uhr – letzter Einlass 18.30 Uhr
  • im Juli und August von 08.30 Uhr bis 22.00 Uhr – letzter Einlass 21.00 Uhr

Geschlossen vom 6. November bis 10. November 2017.

Eintrittspreise

  • Erwachsene – 19 Euro
  • Gruppenpreis ab 10 Personen – 17 Euro
  • Kinder ab 6 Jahren bis 14 Jahre – 7,50 Euro

Für Familien werden besondere Spartickets angeboten.

Der Besuch des Shops und des Gartens ist kostenlos.

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Die Wunderkammern

Die Schatzkammer des Riesen ist in 16 verschiedenen Kammern aufgeteilt. Gestartet wird in der Blauen Halle mit ihrer schrägen mit Kristallen gefüllten Wand. Einige der Kammern werde ich etwas genauer vorstellen und die Entscheidung, welche der es sind, habe ich ganz spontan getroffen. Denn jede Kammer ist eine Besonderheit für sich.

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Blaue Halle

Das Highlight dieser Kammer ist der Centenar, der größte von Hand geschliffene Kristall der Welt mit 300.000 Karat und einem Durchmesser von circa 40 Zentimetern. In der Kammer sind Kunstwerke bekannter Künstler wie z. B. ein Bild von Andy Warhol oder die Skulptur „Die kristalltragende Nana“ von Niki de Saint Phalle ausgestellt.

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Kristalldom

Der Kristalldom ist der geodätischen Kuppel von Sir Richard Buckminster Fuller nachempfunden. Geodätisch, als Begriff, bezeichnet in der Mathematik die theoretisch kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf gekrümmten Flächen.

595 Spiegel bilden die Kuppel des Kristalldoms, die durch ihre besondere Tiefenwirkung das Gefühl vermitteln im Innern eines Kristalls zu stehen. Bei acht der 595 Spiegel handelt es sich um sogenannte „Spionspiegel“ hinter denen sich Kunstobjekte wie „Die drei Grazien und Amor“ aus dem 16. Jahrhundert befinden.

Noch bis zum achten Oktober 2017 sind acht Exponate aus dem ältesten Museum der Welt – Schloss Ambras in Innsbruck – hier im Kristalldom ausgestellt. Die Swarovski Kristallwelten  sind in diesem Jahr Partner von Schloss Ambras für die Jubiläumsausstellung – Ferdinand II, 450 Jahre Tiroler Landesfürst -.

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Studio Job Wunderkammer
Hinter dem Namen Studio Job verbergen sich die beiden Designer Job Smeets und Nynke Tynagel. In der Wunderkammer hat man das Gefühl, in einer Schneekugel oder einem Spielzeugland zu stehen. Die schneebedeckten Berge und Häuser, eine im Kreis fahrende Eisenbahn verstärken diese Gefühl noch um einiges mehr.
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FAMOS

In der Kammer FAMOS sind Kunstwerke aus Kristall von dem russischen Künstlerduo Blue Noses ausgestellt. Hierbei handelt es sich um die vier bekannten Bauwerke das Empire State Building, das Lenin-Mausoleum, die Cheops-Pyramide und das Taj Mahal. Allein das Empire State Building besteht aus 386 Einzelteilen, aber alle vier Bauwerke sind wundervolle Nachbildungen und sehen einfach fantastisch aus.

Das waren jetzt vier der 16 Schatzkammern, die ich etwas genauer beschrieben habe. Aber mindestens genauso schön waren die restlichen Kammern wie z. B. „La Primadonna Absoluta“ oder „Eden“. Man könnte die Aufzählung weiter fortführen, aber jeder sollte doch bei der Wanderung durch die Kristallwelten seine eigenen Eindrücke sammeln.

Der Rundgang durch die einzelnen Schatzkammern endet im Swarovski-Store.
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Der Swarovski-Store

Vom Haupteingang aus betritt man den Store durch einen langen Gang, der mit seiner besonderen Licht- und Toninstallation faszinierend auf die Besucher wirkt. Der Store in den Kristallwelten ist einer der größten weltweit und mit Weißen- und Glasvitrinen eingerichtet. Die Einrichtung wurde speziell für den Store hergestellt. Die Gänge an den Vitrinen vorbei winden sich wie ein natürlicher Flusslauf durch die Landschaft.

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Aber nicht nur die Einrichtung ist bestechend schön, sondern auch das Angebot an Schmuck und Dekorationsstücken bekannter Designer. Hier findet nicht nur jede Frau ein schönes Stück für sich, sondern auch außergewöhnliche Geschenke für die „Lieben“ daheim.

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Der Garten in den Swarovski Kristallwelten

Der Garten des Riesen, der 2015 entstanden ist, mit seiner Größe von über sieben Hektar ist ein gut gelungener und weitläufiger Park.

Ein ganz besonderes Highlight ist die Kristallwolke über dem Spiegelwasser. Auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern schwebt die Wolke mit ihren 800.000 handgesetzten Swarovski-Kristallen über dem Wasser. Ein fantastischer Anblick, wenn die Sonne durch die einzelnen Kristallen funkelt.

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Der Spielplatz mit seinem Spielturm ist ein Paradies für Kinder. Auf vier übereinander angeordneten Spielebenen können sich die Kinder hier so richtig austoben. In der Außenanlage neben dem Spielturm befinden sich zudem noch Schaukeln, Rutschen und ähnliche Spielgeräte, sowie der Irrgarten.

Über den ganzen Park stehen die unterschiedlichsten Kunstwerke von bekannten Künstlern wie Bruno Gironcoli, Martin Gostner, Alois Schild und noch einigen anderen namhaften Künstlern.

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Daniel’s Café & Restaurant

Das Restaurant im Park der Kristallwelten bietet einen sehr schönen Ausblick auf den Park. Angeboten wird die internationale, regionale und vor allem die saisonale Küche. Für jeden Kuchenliebhaber ist das Angebot an Kuchen und Torten, die in der hauseigenen Patisserie hergestellt werden, ein besonderes Highlight.

Im Falstaff Restaurantguide 2017 wurde das Daniel’s mit der ersten Gabel – 82 Punkte – ausgezeichnet. Das Daniel’s Restaurant ist frei zugänglich.

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Die Geschichte von Swarovski

Der 1862 in Böhmen geborene Daniel Swarovski war gelernter Glasschleifer.

Bei dem Besuch der Messe „Erste Elektrische Ausstellung“ im Jahre 1883 gewann er die Erkenntnisse über die Vorteile von elektrisch angetriebenen Maschinen. Diese Erkenntnisse veranlaßten ihn eine elektrisch angetriebene Schleifmaschine, für das Schleifen von Kristall, zu entwickeln.

In Böhmen war zu dieser Zeit die Konkurrenz der Glasschleifer so groß, dass Daniel Swarovski 1895 nach Wattens in Tirol ging um dort seinen Beruf auszuüben.

In Wattens kaufte er die am Wattenbach gelegene Tuch- und Lodenfabrik Rhomberg. Hier konnte er die Wasserkraft nutzen, die er für seine neuentwickelte Glasschleiferei brauchte.

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Daniel Swarovski heiratete die Schwester seines Teilhabers und hatte mit ihr drei Söhne. Er war immer sehr an dem sozialen Leben seiner Mitarbeiter und der Gemeindebewohner interessiert. Werkswohnungen und eine zeitgemäße Trinkwasserversorgung waren nur einige Dinge, für die er sich stark machte.

Bereits 1908 begann er mit dem Experimentieren zur Herstellung von Kristall. In einer eigens dafür gebauten Werkstatt arbeiteten er und mittlerweile auch seine Söhne an dem Entwurf und die Einrichtung des notwendigen Schmelzofens. Fast fünf Jahre dauerte die Entwicklung bis zur eigenen Kristallherstellung. Die eigene Kristallherstellung führte zur Massenproduktion und brachte damit das Unternehmen weit nach vorn.

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Während des ersten Weltkrieges waren Materialien sehr knapp, sodass Daniel Swarovski versuchte eigene Schleifscheiben zu entwickeln. Zwei Jahre Forschung und Entwicklung waren nötig um 1919 die Schleifscheiben unter dem Namen Tyrolit eintragen zu lassen. Tyrolit gehört heute zu den drei Marktführern weltweit und ist Marktführer in Europa.

Wilhelm Swarovski, der älteste Sohn entwickelte 1935 sein erstes Fernglas. Mit diesem Fernglas, mit dem Namen Habicht, wurde der Grundstein für optische Geräte gelegt. Die Sparte Optik sorgte für das Überleben des Unternehmens während des zweiten Weltkrieges. Swarovski Optik wurde 1948 gegründet und ist heute weltweit führend in optischen Präzisionsgeräten.

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Eine neue Zeit begann mit der kleinen Kristallmaus 1976. Der Verkauf von fertigen Kristallprodukten. Ein Mitarbeiter hat aus Lusterbehang diese kleine Maus gefertigt, die heute noch als Zeichen von Einfallsreichtum und Originalität im Unternehmen gesehen wird.

Für diese kleinen Tiere und Fantasiegebilde haben sich schnell Sammler gefunden und so wurde 1987 der Swarovski Sammler Club gegründet. Mittlerweile hat der Club 450.000 Mitglieder in über 35 Ländern der Welt.

Heute ist es die fünfte Genration der Familie, die das Unternehmen in die Zukunft führt.

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Die Swarovski Kristallwelten – mein Fazit

Ein Besuch der Kristallwelten lohnt sich auf jeden Fall. Obwohl das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat, hatte ich eine sehr schöne Zeit. Angefangen bei dem Rundgang durch die einzelnen Schatzkammern, von der jede einzelne Kammer eine Besondere war. Der Park, sehr weitläufig und gepflegt, ist mit seinen außergewöhnlichen Kunstwerken ein Highlight für sich.

Zum Lunch bin ich ins Daniel’s Restaurant gegangen und habe dort sehr gut gegessen. Das Restaurant war sehr gut besucht und die Mitarbeiter waren den Gästen gegenüber sehr freundlich und hilfsbereit.

Bei einem erneuten Besuch in der Region Hall-Wattens würde ich liebend gerne noch einmal einen Tag in den Swarovski Kristallwelten verbringen, denn ich glaube, bei einem erneuten Gang durch die Schatzkammern, würde vieles wieder ganz anders wahrnehmen.

Ich werde in den nächsten Tagen, die ich noch in der Region Hall-Wattens verbringen werde, wandern gehen auf dem Solewanderweg und etwas über das Kräutersammeln lernen.

Was ich bei meinen Wanderungen alles zu sehen bekommen werde, erzähle ich euch in einem separaten Bericht.

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