Rentenpaket verabschiedet – abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren

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Jetzt ist es geschafft. Der Bundestag hat das Rentenpaket verabschiedet.

Abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren

Die viel umstrittene abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren tritt mit Wirkung vom 01. Juli 2014 in Kraft. Die Voraussetzungen die erfüllt werden müssen – 45 Beitragsjahre – werden wahrscheinlich vorwiegend von Männern erfüllt.

Denn viele Frauen diesen Alters bekommen keine 45 Beitragsjahre zusammen. Eine Frau – die zwischen 1951 und 1954 geboren wurde – begann ihre Ausbildung im Alter von 14 Jahren bis etwa 16 Jahren, heiratete mit etwa 20 Jahren bis 22 Jahren und musste nach der Geburt des ersten Kindes zu Hause bleiben. Der Regelfall war, wer keine Großeltern hatte, die sich um das Kind kümmerten musste sein Arbeitsverhältnis beenden. Die Möglichkeit sein Kind in eine Tagesstätte zu bringen gab es nicht und eine Tagesmutter konnte sich kaum jemand leisten.

Einen Wiedereinstieg ins Berufsleben, für einige Stunden, war erst wieder möglich, wenn das Kind in den Kindergarten ging. Das heißt im nach hinein 3 Jahre bis 4 Jahre zu Hause bleiben und das nur bei einem Kind.

So entstand für die meisten Frauen eine Fehlzeit von mindestens 4 Jahren und mehr.

Ich glaube, mit der Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder ist diese Ausfallzeit nicht ausgeglichen.

Obwohl ich auch in diese Gruppe der Frauen gehöre, bin ich trotzdem für die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren.

Wenn ich mir die vielen schwer körperlich arbeitenden Männer ansehe kann man erkennen, dass das Arbeitsleben reichlich Spuren hinterlassen hat. da kann ich nur sagen, in diesen Fällen sind dann auch 45 Arbeitsjahre genug.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es in den nächsten Jahren immer weniger Menschen schaffen werden 45 Arbeitsjahre zu erreichen.

Mit heute mindestens 10 Schuljahren verlässt man die Schule frühestens mit 16 Jahren oder 17 Jahren, ohne eine weiterführende Schule mitgerechnet. Aber wer heute nur seine 10 Pflichtschuljahre absolviert hat kaum eine vernünftige Chance auf dem Arbeitsmarkt. Demnach werden die Auszubildenden immer Älter und es wird nicht die Masse sein, die die erforderlichen 45 Arbeitsjahre erreichen werden.

Mütterrente

Ein anderer Punkt in dem Rentenpaket ist die Mütterrente. So bekommen die Mütter, die Kinder vor 1992 geboren haben und noch im Berufsleben stehen 1 Rentenpunkt pro Kind angerechnet. Die Frauen die ihre Rente bereits beziehen, bekommen als Ausgleich monatlich 28 Euro im Westen und 26 Euro im Osten zu ihrer Rente dazu. Da wir ja von unserer Rente Kranken- und Pflegeversicherung zahlen müssen und auch viele Renten steuerpflichtig sind, warten wir einmal ab, was von der Zulage am Ende bleibt.

Erwerbsminderungsrente

Eine Verbesserung soll auch für die Erwerbsminderungsrente mit dem Rentenpaket erreicht werden. Vor Jahren war meistens ein Unfall der Grund für die Erwerbsminderung oder -unfähigkeit, so ist das heutzutage schon lange nicht mehr so. Einen großen Teil machen heute die physischen und psychischen Erkrankungen aus. Etwas das noch viel schwerwiegender ist.

Die theoretische Arbeitszeit wird um 2 Jahre heruntergesetzt – von 62 Jahre auf 60 Jahre -. Man spricht von etwa 40 Euro mehr im Monat.

Mein Fazit

Ein größeres Problem wird allerdings die Altersarmut werden. Dieses Problem wird auch wieder vor allem die Frauen betreffen, da sie nach dem Tod des Partners nur noch mit 60 Prozent der Rente auskommen müssen und das bei fast gleichen Kosten. Daran muss noch gearbeitet werden, denn hier ist die Gerechtigkeit auf der Strecke geblieben.

Das einen Teil der Zeche die Jugend zahlen muss, ist ein Problem von dem niemand begeistert ist. Allerdings ist das System schon immer so gewesen. Die Jugend zahlt für die Alten.

Jeder weiß, der heutzutage ins Berufsleben einsteigt, dass er für sein Alter vorsorgen muss. Die heutigen Auszubildenden und jungen Fachkräfte verdienen im Verhältnis zur damaligen Zeit einiges mehr, sodass es ihnen ermöglicht wird für das Alter vorzusorgen. Der Markt bietet für den jungen Menschen einiges.

Uns bleibt nur eines übrig und das ist, abzuwarten und sehen was die Zeit bringt. Vielleicht wird ja in einigen Jahren bereits ein neues Rentenpaket verabschiedet. Also, warten wir ab.